Samstag, 15. November 2008

Studiengebühren für Billigflüge!

Juhu, Ferien! Oder? Nein - halt. Keine Ferien. Streik! Feiertag? Hab ich Uni?
Mhhh. Keine Ahnung. Wie finde ich das heraus?
Mhhh. Keine Ahnung. Wann muss ich an der Uni sein, und wann nicht?
Mhhh. Keine Ahnung.

Ich schalte ich den Fernseher ein, ARD, Tagesthemen - wie gesagt, mein allabendliches Ritual. Es wird berichtet über Demos von Schülern in Deutschland, Demonstrationen auch in Berlin - gegen das deutsche Bildungssystem, für mehr Investitionen in Bildung. Wie ich da so auf meinem griechschen Sofa sitze, kann ich mir ein leichtes Grinsen nicht verkneifen.
Ich weiß über meine Zukunft noch nicht viel, aber ich glaube eines sicher zu wissen: Wenn ich wieder in Deutschland studiere, werde ich NICHT an irgendwelchen Demonstrationen dieser Art teilnehmen. Und damit einher geht mein Vorschlag an die Bildungsministerin, Fr. Anette Schavan: Es ist eigentlich ganz einfach, etwas gegen die unzufriedenen Studenten zu tun. Und das beste daran ist, dass am deutschen Bildungssystem überhaupt nichts geändert werden muss, und es trotzdem besser da steht - wenn sie nur meinem Ansatz folgen würde. Und der ist simpel: Man schickt alle Studenten einfach 'ne Weile nach Griechenland (ob gleichzeitig oder zeitlich versetzt bedarf noch genauerer Ausarbeitung), hier nach Athen zum Studieren. Ich kann versprechen: Wenn die wieder zurück kommen, machen die keinen Mucks mehr, und sie froh über das zerrüttete deuschte Hochschulsystem. Sie werden nicht nach mehr Lehrkräften verlangen (sie sind dann froh dass die, die es bereits gibt, wenigstens zum Unterricht erscheinen), sie sind froh über ihre Unigebäude (egal wie die aussehen), in denen sie in der Bibliothek arbeiten können, ohne von Heavy Metal-Musik begleitet zu werden. Sie sind froh, dass auf ihrem Stundenplan das steht, was auch wirklich den Tatsachen entspricht.

Bevor nun Einwände kommen: Natürlich ist in meinem System auch das Problem der Finanzierung bedacht! Gehen wir mal davon aus, dass wir ca. 2 Millionen Studenten in Deutschland haben. Mein Stichwort in diesem Zusammenhang lautet: Studiengebühren.
Nanu, werden einige zurecht sagen: Man muss ja nicht in jedem Bundesland Studiengebühren bezahlen - richtig! Trotzdem geht die Rechnung auf, ich will's nur mal für das Beispiel Uni Tübingen durchrechnen: Die Eberhard-Karls Universität in Tübingen hat ca. 16.000 Studenten. Gehen wir mal großzügig davon aus, das 15.000 davon Studiengebühren bezahlen. Das heißt, pro Jahr gerechnet, 1000€ x 15.000 = 15 Millionen Euro. Da diese sowieso nicht in neues Lehrpersonal investiert werden dürfen (sondern in Tübingen z.B. entweder verheizt oder für sinnlose Tutorien oder Technik-Schnickschnack ausgegeben werden), kann man sie genauso gut für Billigflüge nach Griechenland verwenden. Wenn man günstig bucht, und soviel traue ich Fr. Schavan zu [ähm - Moooment. Nein Frau Schavan, der Hubschrauber ist nicht das billigste Mittel, um alle Studenten nach Griechenland zu befördern!!!], kann man für gerundet ca. 150 Euro nach Griechenland und wieder zurück fliegen. Das heißt, alleine die 16.000 Tübinger Studenten könnten für 100 000 Billigflug-Tickets sorgen! Wenn also in Deutschland nur gut jeder fünfte Student Gebühren bezahlt (und ich glaube, dass ist locker der Fall, auch wenn ich's nicht nachgerechnet hab'), ist die ganze Sache finanziert und man könnte jeden (sogar ein Mal pro Jahr) nach Griechenland schicken. Die Bildungsministerin hat im Notfall bestimmt auch gute Kontakte, und bei einer solchen Massenflugbuchung evtl. sogar Rabatte heraushandeln kann - dann springt dabei sogar noch was für sie raus. Ihr seht also: Mein System funktioniert. Es verbessert zwar nichts am deutschen Bildungssystem (aber ganz ehrlich - macht Fr. Schavan das?), aber es sind auf jeden Fall sinnvoller investierte 500 Euro als bisher, und die Studenten sind ruhig, weil sie froh sind über das, was sie in Deutschland haben. Besonders freuen wird es sicherlich diejenigen, die keine Studiengebühren zahlen und das Ganze deswegen absolut kostenfrei genießen dürfen!

Ein neuer Schlachtruf sollte sich also etablieren, für Banner auf künftigen Demos. Er sollte nicht mehr lauten: "Bildung für alle", sondern:

Griechenland für alle!

Meine Zeilen des Tages:
Wirst du an die Uni gehn - du weißt nicht:
Was wird gescheh'n?

Sitz ich rum, steh ich dumm - die Frage ist nicht:

Wieso, Weshalb, Warum?


Auf dem Weg dorthin - schavant es mir schon:

ich höre heute keinen Ton.

Doch bleibst du daheim - sicher lernst du im Haus:

Schau einfach die Sendung mit der Maus!

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