So, ich bin wieder da. Nach 4 Tagen Reise-, Kultur- und Spaßprogramm wieder in Athen! Ganz nach dem Motto "was gibt's zu seh'n, außerhalb von Athen" haben wir uns am Samstag morgen ein Auto gemietet und sind auf die Peloponnes gefahren, um per Ausschlussverfahren herauszufinden, was es sich hier in Griechenland noch zu besuchen lohnt - obwohl dieser Schuss schonmal nach hinten losging, wagten wir uns wieder in die Weiten Griechenlands: Und siehe da, subbr war's!Die erste Station auf der Reise war der Kanal von Korinth, der Ende des 19 Jhd's gebuddelt wurde. Wer Bungee-Jumping mag, kann sich hier in die Tiefe stürzen. Es haben sich Einige getraut, und Einen hab ich dabei gefilmt (Hier kann man sich's anschauen). die Fahrt ging weiter nach Süden, Richtung Sparta - ca. 40km östlich dieser historisch bedeutenden Stadt erreichten wir dann am Samstag Abend unsere spartanische, dafür kostenlose Unterkunft im netten kleinen griechischen Örtchen Geraki. Das sollte für die kommenden zwei Tage unsere "Basis" für diverse Tagestrips sein. Nach einem überraschend günstigen Abendessen in einer lokalen Taverne (4,60€ inkl. 0,5 Bier - DAS sind doch mal studentenfreundliche Preise!) ging's dann auch bald heim, da in dem Dorf dann doch nicht gerade "Highlife" herrschte...
Der darauf folgende Sonntag brachte uns noch weiter nach Süden, zunächst nach Monembasia. Um das Fazit vorwegzunehmen: Ein Besuch hier lohnt sich auf jeden Fall. Die "Dorffestung" auf einem Felsen direkt vor der Küste belohnt jeden Besucher mit einer tollen Atmosphäre, kleinen Gassen, alten Steinbauten und vielen Kirchen. ein wenig hat sie mich an Meersburg am Bodensee erinnert - nur liegt sie nicht am "Schwäbischen-", sondern am Mittelmeer. Mir hat's dort jedenfalls sehr gefallen, auch wenn's sehr touristisch ist, und das Essen im Restaurant am Strand nicht ganz so günstig war wie am Abend zuvor. Später am Tag stand dann noch Neapolis am Kap Malea auf dem Programm - leider war es schon fast dunkel als wir dort ankamen, weswegen wir uns einfach gemütlich in eines der vielen Cafés setzten um eine Runde "Tafli" zu spielen - das scheint so etwas wie das griechische Nationalsspiel zu sein, es wird in fast jedem Café hier "gezockt" - ich glaube allgemein bekannt ist es unter dem Namen Backgammon :-) .
In eine etwas andere Richtung ging's dann am Montag: Die Glyfada-Höhlen von Pyrgos-Dirou unterhalb von Areopoli zählen laut Reiseführer zu den reizvollsten Tropfsteinhöhlen der Welt, und für 7 € gönnten auch wir uns eine etwa 30-minütige Bootsfahrt über den unterirdischen See. Ziemlich beeindruckend, nur auf Dauer etwas eintönig und leider ohne Erklärung bzw. Führer - trotzdem, wenn man schon mal da ist... mir persönlich hat jedoch die Landschaft außerhalb der Höhle besser gefallen - atemberaubender Blick auf ein klares, sauberes Mittelmeer - die Fahrstrecken, die wir zurücklegten, verliefen über weite Teile an der Küste entlang. Wenn man nicht gerade Auto fahren muss, hat man einen gigantischen Blick über's Meer! der Rückweg führte uns über das eher enttäuschendes Städtchen Gythio wieder zurück in unsere Basis, wo wir, nachdem wir in einer echt griechischen Familie zu einem üppigen und vor allem leckeren Abendessen eingeladen waren, in einer anderen Taverne des Dorfes den Abend mit Kartenspielen und nem Glas Wein für 80ct (!) ausklingen ließen. So lässt sich's leben!
Gestern schließlich - am griechischen Nationalfeiertag, dem "Ochimera" ("Nein-Tag") - ging's wieder Richtung Heimat. Sicher einer der kürzesten, aber lohnenswertesten Stopps war das Kloster Elónis, das hoch oben an einem Felsen "hängt". Wirklich sehr klein, und man ist mit dieser Station schnell durch, aber es lohnt sich auf jeden Fall! Unser letzter Halt war schließlich in Nafplio, der ehemaligen Hauptstadt Griechenlands (Anfang des 19. Jhd's). Hier hat's mir auch sehr, sehr gut gefallen - gemütlich, schick, und absolute Urlaubsstimmung. Hier gibt's 3 Festungen zu besichtigen, wobei wir leider nur eine davon geschafft haben. Dafür wurden wir mit einem tollen Ausblick über die Stadt belohnt, als wir die "militärisch geschickt angelegte" (so der Reiseführer:-) Palamidi-Festung hoch oben auf dem Berg beischtigt haben. Nachdem's dann dunkel wurde, brachte uns die Autobahn wieder zurück in die Realität - in die Großstadt Athen, die man so gar nicht vermisst hat, in der Einsamkeit der griechischen Pampa.Da Bilder ja bekanntlich mehr als Worte sagen, gibt's hier ganz viele Bilder der Reise...
Meine Zeilen des Tages
Willst du was sehn, und's ist nicht Athen,
spiel nicht den einsamen Eremiten,
sondern geh' dir ein Auto mieten!
Dann fährst du fort von Ort zu Ort,
gen Süden immer nach der Sonne,
der Blick, das Wetter - eine Wonne!
Doch da und hie und irgendwie,
dann ist's vorbei mit chillen und toben,
dann geht's wieder nach Athen, nach droben!
1 Kommentar:
Hi! Die Speisekarte ist ja mal super klasse! und auch die anderen Fotos sind toll.
LG aus PF Mel
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