Sonntag, 19. Oktober 2008

Einen wahren Marathonlauf...

...hatten einige von uns hinter sich, als sie in dem Dorf Marathon nordöstlich von Athen ankamen. Andere wiederum verzichteten auf kilometerlanges Wandern und lernten so einen netten Griechen kennen...aber von von vorne:

Gestern brachen wir auf, um uns wieder einmal kulturell weiterzubilden: Ein Ausflug nach Marathon war geplant. Dort fand irgendwann die Schlacht bei Marathon zwischen Persern und Griechen statt, und nach dem Sieg der Griechen lief einer der überlebenden Soldaten den Weg nach Athen zurück um die frohe Nachricht zu verkünden - danach ist der heutige Marathonlauf benannt (nachzulesen auf Wikipedia:-).

Nach ca. 1 1/2 stündiger Busfahrt kamen wir auch dort an, wo wir hin wollten: Zum Schlachtfeld von Marathon. Zum Glück war der Eintritt für Studenten umsonst, denn sehr viel zu sehen gab es nicht: Ein Feld und in der Mitte ein Grabhügel (dort sind angeblich die in der Schlacht gefallenen Athener begraben). Schnell war das also abgehakt... Nun denn, bis "Marathon-City" waren es noch ca. 4-5km, da das Feld etwas ausserhalb liegt - der Weg führt an einer breiten vielbefahrenen Straße entlang (nicht sehr gemütlich für einen Spaziergang...), und über ein weiteres Museum erreicht man dann das Dörflein Marathon.

Der Großteil unserer Truppe wollte den Weg zu Fuß zurücklegen, andere jedoch waren etwas fauler - so entschlossen sich 6 von uns, mich eingeschlossen, an der erstbesten Bushaltestelle auf den Bus zu warten, auch wenn das unter Umständen 'ne Stunde dauern könnte. Aber: Warum nicht per Anhalter versuchen? Und Tatsache: Trotz dessen, das wir 6 Leute waren, hielt nach kurzer Zeit ein netter Grieche an... was nun? Drei rein, drei warten auf das nächste Auto/den Bus? Neeein. das hier wäre nicht Griechenland, wenn nicht alle sechs von uns in die Karre reinpassen würden. Also wurde gestopft: 3 Nach hinten, eine quer drüber, und zwei auf den Beifahrersitz... Und los ging's! sämtliche roten Ampeln ignorierend und immer wieder die Hupe betätigend chauffierte uns der Einheimische ins ca. 4km entfernte Zentrum von Marathon (Bilder davon und vom restlichen Ausflug gibt's hier). So, da waren wir!

Leider stellte sich auch Marathon selbst eher als uninteressant heraus, und nach einem ausgiebigen Mittagessen in der zentralen Taverne und einem Eis ging's dann auch schnell wieder zurück nach Athen...Dennoch hat sich der Trip schon allein der verrückten Autofahrt wegen gelohnt, und schließlich muss man auch per Ausschlussverfahren herausfinden, wo's sichs lohnt, hinzufahren, und wohin eher nicht. Also: Streicht Marathon von eurer Liste (falls ihr eine habt...)

Meine Zeilen des Tages:
Bist du zu faul zum Wandern gehn,
hast du vom Hügelchen genug gesehn,
dann zö'gre nicht, halt raus den Daumen -
Einer hält sicher, du wirst staunen!

Und denkst du dann, das kann nicht sein,
Das Auto ist für uns ja viel zu klein!
Dann grinst ein fröhlicher Grieche dir ins Gesicht:
Unmöglich? Das gibt's bei mir nicht!


P.S.: Wie ihr sicher nun gemerkt habt, geht mein PC wieder...DANKE an die etwas außerhalb gelegene Erasmus-WG "samantha's inn", ohne deren Internetanschluss ich das wohl nie hingekriegt hätte...

2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Von Marathon bis nach Athen
kann man gut zu Fuße geh´n
Vor vielen Jahren hat´s probiert
ein Grieche – doch der stirbt.
Da kommt man doch von Ort zu Ort
Mit dem Auto besser fort—
Auch wenn dies war nicht ganz legal-
fort kommt man damit allemal.
Denn es gibt ein wahres Wort
das Churchill sagte : Sport ist Mord--

Anonym hat gesagt…

jaja fabi, stell nur die fotos rein wo ich wie der größte loser ausseh. ich war griechenland, oder?
das hätten wir eigentlich noch gar nicht geklärt...